Donnerstag 28. Januar 2010 von admin
Damit es erst gar nicht zu einer übermäßigen Milbenkot-Produktion kommt helfen folgende Tipps:
1. Räume stets gut lüften und trocken halten. Im Schlafzimmer sollte eine maximale Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent und eine Wärme von 18 Grad sein.
2. Matratzen (auch die vom Partner) mit sogenannten Encasings umhüllen. Das sind atmungsaktive aber milbendichte Überzüge, die die Matratze komplett umhüllen. Wer eine vom Arzt festgestellte Haustaubmilbenallergie hat, bekommt normalerweile ein Rezept und die Kosten werden von der Krankenversicherung übernommen. Solche Umhüllungen gibt es auch für Kopfkissen und Bettdecke. Allerdings reicht es bei Kissen und Decke meist aus, wenn sie aus synthetischem Füllmaterial bestehen und bei mindestens 60 Grad gewaschen werden können.
3. Während es reicht, Bettdecke und Kopfkissen ein bis zweimal im Jahr zu waschen, sollte die Bettwäsche spätestens nach 2 Wochen, besser früher, bei 60 Grad gewaschen werden.
4. Alle Sachen, die nicht bei hohen Temperaturen in die Waschmaschine dürfen (z. B. Plüschtiere, Daunenkissen), können in den Gefrierschrank gesteckt werden. Bei mindestens minus18 Grad bleiben sie 48 Stunden drin – das überleben die Milben nicht.
5. Bei einer Pollenallergie ist es besser, sich nicht im Schlafzimmer aus- bzw. umzuziehen, da sonst die Pollen im ganzen Zimmer verteilt werden.
6. Wäsche möglichst nicht im Freien trocknen, sonst ist sie bald wieder voll mit Pollen.
7. Teppichboden oder Parkett bzw. Fliesen? Da streiten sich die Experten. Wenn in der Wohnung ein glatter Bodenbelag ist, dann sollte dieser mindestens jeden zweiten Tag feucht gewischt werden, rät der Deutsche Allergie- und Asthmabund. Viele Ärzte raten aber explizit dazu, Teppiche zu verlegen bzw. in Wohnungen mit Teppichboden zu ziehen, weil darin die Pollen und anderen Allergene aufgenommen werden und nicht – wie bei glatten Böden – in der Luft herumwirbeln. Doch auch aus dem Teppichboden muss die Polle oder der Milbenkot irgendwann raus, und dann sind wir wieder beim bereits erwähnten Problem mit dem Staubsaugen.
7. Auf Staubfänger sollte so gut es geht verzichtet werden, vor allem im Schlafzimmer bzw. bei allergischen Kindern im Kinderzimmer. Geschlossene Schränke sind besser als offene Regale, Plüschtiere sollten waschbar sein bzw. ab und zu dem Gefrierschrank einen Besuch abstatten.
Während man den Pollen und Hausstaubmilben nur schwer aus dem Weg gehen kann, gibt es für Menschen mit Kontaktallergien (z. B. gegen Putzmittel) die Möglichkeit, auf dieses Mittel zu verzichten bzw. mit Gummihandschuhen zu putzen.
Doch auch hier gilt: weniger ist mehr und oft tut’s statt der chemischen Keule auch ein natürliches Putzmittel wie Essig oder Zitronensäure. Forscher haben außerdem herausgefunden, dass eine extreme Sauberkeit und Keimfreiheit im Haushalt dafür sorgt, dass Kinder eher zu Allergien neigen, als wenn sie in „normal verschmutzten“ Räumen aufwachsen.
Hier finden Sie weitere Informationen über Stauballergien und Allergien beim Putzen